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            <title>Bundeshauptausschuss: Anträge</title>
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            <description></description>
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                <title>Bundeshauptausschuss: Anträge</title>
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                        <title>A8: Test</title>
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                        <author>DV Bundesverband</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TEst</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>TEst</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 13:20:56 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Positionierung zur Stärkung der Demokratie durch eine gerechtere Arbeitswelt</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/positionierung-zur-starkung-der-demokratie-4802</link>
                        <author>BHA (dort beschlossen am: 09.11.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss 2024 möge den Antrag Positionierung zur Stärkung der Demokratie beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Positionierung zur Stärkung der Demokratie durch eine gerechtere Arbeitswelt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kolpingwerk Deutschland ist ein generationsübergreifender, sozialer Verband, der sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzt. Im Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland heißt es: „Unser besonderes Augenmerk gilt den benachteiligten und hilfesuchenden Menschen, die unserer Unterstützung bedürfen“. In Ziffer 22 des Leitbildes wird dies besonders deutlich: „KOLPING fördert politisches Engagement in Parteien, die die grundlegenden demokratischen Prinzipien und die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht in Frage stellen, und Parlamenten sowie andere Formen gesellschaftlicher Teilhabe. Darin sehen wir einen unverzichtbaren Beitrag zur verantwortungsbewussten Mitgestaltung unserer Gesellschaft.“ Und in Ziffer 51 des Leibildes bekräftigt das Kolpingwerk Deutschland die „AKTIVE MITGESTALTUNG DER ARBEITSWELT:“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb blickt das Kolpingwerk Deutschland mit Sorge auf eine antidemokratische Entwicklung in Gesellschaft und Politik. Diese Entwicklung zeigte sich beispielsweise in den Wahlergebnissen der letzten Kommunal- und Landtagswahlen, aus denen die AfD gestärkt hervorgeht und damit bei jetzigen Wahlen die zweitstärkste Fraktion im Bundestag stellen könnte. Die AfD ist die Partei, die auf Bundesebene vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft werden darf, und diese Partei konnte Wahlerfolge verbuchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kolpingwerk Deutschland fordert, von den demokratischen Parteien und ihren Akteur*innen und Entscheidungsträger*innen der verschiedenen Ebenen sich nicht nur in Statements gegen diese Entwicklung auszusprechen, sondern ihr politischen Handeln danach auszurichten, dass dieser antidemokratischen Entwicklung die Grundlage entzogen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kolpingwerk Deutschland als katholischer Sozialverband mit seinen Tätigkeitsfeldern in den Gremien der sozialen und handwerklichen Selbstverwaltung macht darauf aufmerksam, dass eine Grundlage für das Erstarken autoritärer Akteur*innen in Politik und Gesellschaft immer auch ökonomische Aspekte waren und sind. Mangelnde Chancengerechtigkeit, ungleiche Lastenverteilung, der Abbau von Arbeitnehmer*innenrechten, die Kürzung von Sozialleistungen, empfundene oder faktische Benachteiligung und vieles mehr spielen über alle sozialen gesellschaftlichen Schichten hinweg antidemokratischen Akteuren und Strukturen in die Hände.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kolpingwerk Deutschland ist sich bewusst, dass ökonomische Aspekte nicht die alleinige Grundlage für das Erstarken autoritärer Strömungen bilden, sondern auch antidemokratische Ideologieelemente, mangelnde politische Kommunikation, die Herausforderungen des Strukturwandels und auch der Migration in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und die Aufgaben in anderen Politikfeldern eine Rolle spielen. Dennoch muss die Wichtigkeit der ökonomischen Aspekte als Basis für eine funktionierende Demokratie hervorgehoben werden. Wir sind davon überzeugt, dass eine gerechtere Arbeitswelt auch den demokratischen Strukturen zugutekommt und den Demagogen und autoritären Charakteren eine Ihrer Grundlagen entzieht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Kolpingwerk Deutschland fordert folgendes:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Sozial- und Tarifpartnerschaft als ordnungspolitischer Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft, verliert seit Jahren an Bedeutung. Neben der Rückbesinnung auf die Stärken dieser Partnerschaft fordert das Kolpingwerk Deutschland die Ausweitung von Branchen- und Flächentarifen sowie die Stärkung des Instruments der Allgemeinverbindlicherklärung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Noch immer sind viele Betriebe und Unternehmen, insbesondere im Dienstleistungsbereich, ohne Betriebsrat. Betriebsräte leisten jedoch einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden und sorgen für vernünftige Arbeitsverhältnisse. Das Kolpingwerk Deutschland spricht sich dafür aus, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Gründung von Betriebs- und Personalräten - insbesondere in klein- und mittelständischen Betrieben - flexibilisiert/ vereinfacht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Kolpingwerk Deutschland fordert die konsequente Umsetzung des Mindestlohns für alle (abhängig) Beschäftigten. Die Höhe des Mindestlohns ist in Anlehnung an die Maßgaben der EU-Mindestlohnrichtlinie so zu gestalten, dass die Beschäftigten angemessen Sorge für ihren Familienunterhalt tragen können, dass sie für das Alter vorsorgen können und das gesellschaftliche Teilhabe garantiert ist.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zeitarbeit und Werkverträge dürfen nicht gegen die Grundsätze der katholischen Soziallehre / christlichen Gesellschaftslehre und gegen die sozialethischen Grundlagen des Kolpingwerkes verstoßen. Sie ist nur dann akzeptabel, wenn die in der jeweiligen Branche geltenden Tarifverträge volle Anwendung auf die Beschäftigten in der Leiharbeit finden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prekäre bzw. atypischen Beschäftigungsverhältnisse müssen weiter und stärker gesenkt werden. Mittel- bis langfristig sind diese Arbeitsverhältnisse in tarifgebundene Verträge zu überführen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es gilt, familienfeindliche Arbeitsbedingungen zu verhindern. Junge Menschen müssen eine gesicherte, berufliche Perspektive bekommen, um eine solide Lebens– und Familienplanung zu ermöglichen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Sonntag muss als Tag der Familie, der Religion, der Kultur und der Erholung geschützt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine globalisierte Arbeitswelt braucht internationale Betriebsräte analog der Möglichkeit zur Bildung europäischer Betriebsräte in multinational agierenden Unternehmen. Nur so kann erreicht werden, dass auch in ausländischen Niederlassungen angemessene Löhne bezahlt und faire Arbeitsbedingungen geschaffen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Regelungen der kirchlichen Mitarbeitervertretungsordnung bleiben leider in weiten Bereichen hinter den staatlichen Gesetzen zurück. Den Kirchen wäre es durchaus zumutbar, die staatlichen Regelungen zur betrieblichen Mitbestimmung bzw. zur Unternehmensmitbestimmung entsprechend der katholischen Soziallehre / christlichen Gesellschaftslehre anzuwenden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist europaweit zu fördern. Dabei ist jedoch die konsequente Einhaltung sozialer Mindeststandards, die bspw. in der Sozialcharta des Europarates verankert sind, unumgänglich. Sie sind Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb in Europa und die Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen auf einem hohen Sozialstandardniveau. Insbesondere muss auch hier der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ gelten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt stehen Unternehmen in der besonderen Verantwortung, in eine adäquate Aus- und Weiterbildung zu investieren. Stetiger technologischer Fortschritt erfordert ein lebensbegleitendes Lernen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auch der Staat ist durch die Digitalisierung gefordert: Er muss sicherstellen, dass sowohl im Bildungssystem sowie in die Infrastruktur flächendeckend und nachhaltig investiert wird. Denn Bildung ist der Schlüssel, um zu verhindern, dass Menschen durch die Digitalisierung sowohl in der Gesellschaft als auch in der Arbeitswelt abgehängt werden.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem Erstarken der AfD ist unsere Demokratie gefährdet. Das KWD ist deshalb zur Positionierung aufgefordert. Im Rahmen der Stärkung der Demokratie sollten wir nicht nur gesellschaftliche und politische Aspekte, sondern auch ökonomischen Faktoren stärker in unsere Positionierungen und Aktionen einbeziehen. Die wirtschaftliche Stabilität und soziale Gerechtigkeit sind wesentliche Grundlagen einer funktionierenden Demokratie. Soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Benachteiligung führen häufig zu politischer Unzufriedenheit, Populismus und Demokratieverdrossenheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Indem das Kolpingwerk ökonomische Aspekte in den Blick nimmt, können wir gezielter auf die Herausforderungen einer sozialen Marktwirtschaft eingehen, Chancengleichheit fördern und die gesellschaftliche Teilhabe stärken. Dadurch leisten wir einen umfassenden Beitrag zur Förderung einer lebendigen und resilienten Demokratie.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 09 Nov 2024 17:10:17 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Demokratie lebt vom Mitmachen – Aufruf des Bundeshauptausschusses zum  Schutz von Freiheit und Demokratie</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/demokratie-lebt-vom-mitmachen-aufruf-des-bundeshauptausschusses-zum-53571</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://ag.kolping.digiv.de/bha/demokratie-lebt-vom-mitmachen-aufruf-des-bundeshauptausschusses-zum-53571</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss 2024 möge den Aufruf „Demokratie lebt vom Mitmachen – Aufruf des Bundeshauptausschusses zum Schutz von Freiheit und Demokratie“ beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Demokratie braucht unser aller Mittun – Aufruf des Bundeshauptausschusses zum Schutz von Freiheit und Demokratie </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aus Anlass des diesjährigen Bundeshauptausschusses ruft das Kolpingwerk Deutschland weiter zu mutigem und entschlossenem Handeln für Freiheit und Demokratie auf. Der 9. November ist ein besonderes Datum in der deutschen Geschichte, das daran erinnert, dass das Recht auf gesellschaftliche und politische Teilhabe sowie Rechtstaatlichkeit keine Selbstverständlichkeiten sind. Sie sind das Ergebnis harter Auseinandersetzungen und müssen durch aktives Eintreten aller Bürger*innen bewahrt und weiterentwickelt werden. Angesichts zunehmender extremistischer Tendenzen in Europa ist dies umso deutlicher in Erinnerung zu rufen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der 9. November ist ein Datum, dessen Ereignisse und Auswirkungen weit über die eigenen Grenzen gewirkt haben. Vom Scheitern der Märzrevolution im Jahr 1848 über das Ausrufen der ersten deutschen Republik 1918, den gescheiterten Hitler-Putsch 1923, die Reichspogromnacht 1938 und den Fall der Berliner Mauer 1989 – deutsche und europäische Geschichte lagen am 9. November häufig eng beieinander und sind bis heute nicht voneinander zu trennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem 9. November 1989 werden in Europa Schlagworte wie Friedliche Revolution, Demokratisierung, Befreiung und Grenzöffnung verbunden. 35 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben sich allerdings nicht alle Erwartungen erfüllt, die mit der Einkehr von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in der Mitte Europas einhergingen. Im Gegenteil wird die Demokratie als Herrschaftsform vom und für das Volk teils deutlich herausgefordert, teils sogar offen infrage gestellt. Dies zeigt sich im Agieren populistischer Regierungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, rechtsstaatliche Grundsätze, wie die Unabhängigkeit von Justiz und Medien zu untergraben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nationalismus gefährdet Demokratie</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Erstarken nationalistischer bis rechtsextremer Strömungen bei den zurückliegenden Europa-Wahlen unterstreicht diese beunruhigende Entwicklung auf dramatische Weise. Mit Sorge wird wahrgenommen, dass mittlerweile in nahezu allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nationalistische und extremistische Bewegungen erstarkt sind – vom französischen Rassemblement National, den italienischen Fratelli d´Italia über den ungarischen Fidesz und der schwedischen Sverigedemokraterna bis zur Alternative für Deutschland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Teils unverhohlen, häufig aber geschickt kaschiert, machen sie sich auf den Weg, die Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit infrage zu stellen und sie in Regierungsverantwortung schleichend außer Kraft zu setzen. Nationalistische Bewegungen missbrauchen teils berechtigte Ängste und Sorgen, um die Demokratie zu beschädigen. Ängste und Sorgen sind das Ergebnis verschiedener Ursachen, die beispielsweise von den Auswirkungen eines zunehmenden Stadt-Land-Gefälles über Defizite in der flächendeckenden Gesundheitsversorgung sowie Mängeln im Bildungssystem bis hin zu den Folgen umweltpolitischer Maßnahmen und migrationspolitischer Entscheidungen reichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere Fragen von Migration und Integration werden auf Basis althergebrachter Stereotypen instrumentalisiert. So machen es sich rechtspopulistische Parteien zum Ziel, Teile der Gesellschaft zu Gunsten nationalistischer Parolen zu stigmatisieren und auszugrenzen. Ein Blick auf die Ereignisse des 9. November 1938 mahnt auf dramatische Weise dazu, unmissverständlich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Position zu beziehen, bevor Extremismus weiter in menschenverachtende Gewalt umschlägt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wirken nationalistische Bewegungen dem Anliegen all jener entgegen, die im Vorfeld des 9. November 1989 für Freiheit und Demokratie eintraten. Mit ihren nationalistischen und europafeindlichen Parolen greifen sie das größte Friedensprojekt der Nachkriegszeit, die Europäische Union, offen an und stellen demokratische sowie rechtsstaatliche Standards zunehmend in Frage. Damit wird das Begleitmotiv der friedlichen Revolution im Herbst 1989 – die Rückkehr nach Europa – ad absurdum geführt. Der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes will sich mit dem diesjährigen Tagungsort Trier dieser Entwicklung ausdrücklich entgegenstellen. Die Stadt Trier ist tief verwurzelt in der europäischen Geschichte und ein beliebter Begegnungsort für Menschen aus ganz Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Demokratie braucht Engagement</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Demokratie lebt nicht nur vom Engagement für und in demokratischen Parteien, sondern vor allem auch von einer starken Zivilgesellschaft. Vereine und Verbände als Teil dieser Zivilgesellschaft sind genauso wie politische Parteien verpflichtet, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzutreten. Als generationenübergreifender christlicher Sozialverband nimmt das Kolpingwerk mit seinen mehr als 2000 Kolpingsfamilien diese Verantwortung wahr und wirbt unermüdlich für ein freiheitliches und demokratisches Miteinander. Im Rahmen niedrigschwelliger Bildungsarbeit leistet das Kolpingwerk mit seinem Netzwerk für Geflüchtete, das Anfang 2026 zehnjähriges Bestehen feiert, einen Beitrag gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach Überzeugung des Kolpingwerkes besteht trotz zunehmender antidemokratischer Tendenzen ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass die Demokratie die einzige Herrschaftsform ist, die Freiheit und rechtsstaatliches Miteinander garantiert. Sie gesteht den Bürger*innen das universelle Recht zu, in freien und geheimen Wahlen über ihre Regierung zu entscheiden. Genauso ermöglicht sie, dass alle Bürger*innen ihre Meinung frei und ohne Repressalien äußern können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die freiheitlich-demokratische Grundordnung muss nicht nur mit Worten, sondern auch durch aktives Handeln aller Bürger*innen immer wieder, und hier besonders gegenüber Extremist*innen aus allen politischen und religiösen Richtungen, verteidigt werden. Dieses mutige Engagement kann schon im persönlichen Umfeld beginnen, wenn es darum geht, Klischees, Stammtischparolen oder Hass mit Fakten und einer klaren Haltung entgegenzutreten. Hier sollte Jede und Jeder einen Beitrag leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Blick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr ruft das Kolpingwerk alle Mitbürger*innen zu einem klaren Bekenntnis für die Demokratie und den Rechtsstaat auf. Machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch und setzen ein klares Zeichen gegen Hass und Hetze! Nur auf Grundlage einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung kann es dauerhaften Frieden zwischen Menschen und Nationen geben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Bundeshauptausschuss tagt in diesem Jahr parallel zum 9. November. Der 9. November ist in mehrfacher Hinsicht ein historisch bedeutsames Datum, dessen Ereignisse – von der März-Revolution 1848 über die Reichspogromnacht 1938 bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 – langfristige Auswirkungen auf deutsche und europäische Geschichte hatte. Angesichts eines wachsenden Populismus in Europa und mit Blick auf die Bundestagswahlen im kommenden Jahr schlägt der Bundesvorstand eine politische Erklärung vor, um ein Zeichen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in die inner- und außerverbandliche Öffentlichkeit zu senden</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 09 Nov 2024 13:27:48 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7: Ä1: Antrag 6 Einheitliche Bezeichnung der &quot;Geistlichen Leitung&quot; innerhalb des Kolpingwerkes Deutschland</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/a1-antrag-6-einheitliche-bezeichnung-der-geistlichen-leitung-innerh-6633</link>
                        <author>Kolpingwerk Landesverband Bayern</author>
                        <guid>https://ag.kolping.digiv.de/bha/a1-antrag-6-einheitliche-bezeichnung-der-geistlichen-leitung-innerh-6633</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss befürwortet die Beibehaltung der Doppelnennung „Präses / Geistliche Leitung“ im Kolpingwerk Deutschland und allen seinen Untergliederungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss fordert die Satzungskommission auf, bei den Satzungsentwürfen zur Bundesversammlung 2025 dies zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundesvorstand wird beauftragt, geeignete Möglichkeiten zu suchen, um die Rolle und Auf-gaben der beiden pastoralen Dienste zu verdeutlichen und umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Das Präsesamt gehört zur DNA unseres Verbandes. Der Begriff „Präses“ hat bei Kolping nicht die Bedeutung einer vorsitzenden Person. „Leitung“ und „Vorsitz“ sind keine Alternativen, sie sind synonyme Begriffe.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Gleichwertigkeit von Diensten bedeutet nicht Gleichartigkeit und identische Sendung. Die aus-drückliche Nennung der verschiedenen Dienste unterstreicht deren Zusammengehörigkeit und Zusammenarbeit. Der gendergerechte Begriff „Präses“ steht für uns für die Anbindung an das Weiheamt in der Kirche.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Kolping muss theologisch in den Gesamtzusammenhang der katholischen Weltkirche einge-bunden bleiben, die keine Gleichschaltung der geistlichen Dienste kennt.</li></ul></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 Nov 2024 13:16:45 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6: Einheitliche Bezeichnung der &quot;Geistlichen Leitung&quot; innerhalb des Kolpingwerkes Deutschland</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/einheitliche-bezeichnung-der-geistlichen-leitung-innerhalb-des-kolpi-27378</link>
                        <author>Kolpingwerk Diözesanverband Aachen</author>
                        <guid>https://ag.kolping.digiv.de/bha/einheitliche-bezeichnung-der-geistlichen-leitung-innerhalb-des-kolpi-27378</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss befürwortet die einheitliche Amtsbezeichnung „Geistliche Leitung“ anstelle der bisherigen Doppelnennung „Präses / Geistliche Leitung“ im Kolpingwerk Deutschland und allen seinen Untergliederungen. Der Bundeshauptausschuss beauftragt die Satzungskommission, entsprechende Satzungsänderungen zur Bundesversammlung 2025 auszuarbeiten.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li>„Präses“ bedeutet „der Vorsitzende“, was der „Präses“ jedoch seit mehr als 50 Jahrennicht mehr ist. Eine Anpassung ist daher überfällig. Eine Ausnahme bildet lediglich dasAmt des Generalpräses von KOLPING INTERNATIONAL, da dieser tatsächlich die Aufgabedes Vorsitzenden im Verständnis der direkten Nachfolge unseres VerbandsgründersAdolph Kolping innehat.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li>Im Zuge des Synodalen Weges fordert nicht zuletzt auch die Positionierung des Kolping-werkes eine Gleichwertigkeit zwischen Klerikern und Laien. Daher braucht das eine Amtder Geistlichen Leitung auch nur diese eine Amtsbezeichnung.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="3"><li>Die spezifische Wahrnehmung der Geistlichen Leitung durch einen Kleriker bleibt auchohne den Titel „Präses“ uneingeschränkt erhalten.</li></ol></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 18 Oct 2024 16:22:02 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5: Änderungen der Bestimmungen zum Ehrenzeichen der Kolpingsfamilien im Kolpingwerk Deutschland</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/anderungen-der-bestimmungen-zum-ehrenzeichen-der-kolpingsfamilien-im-k-15956</link>
                        <author>Vorstand des Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg</author>
                        <guid>https://ag.kolping.digiv.de/bha/anderungen-der-bestimmungen-zum-ehrenzeichen-der-kolpingsfamilien-im-k-15956</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss 2024 beschließt den folgenden Text:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>&quot;Dem Ehrenzeichen wird eine <strong>vom Vorsitzenden bzw. Ansprechpartner des Leitungsteams und dem Präses der Kolpingsfamilie und</strong> vom Diözesanvorsitzenden und Diözesanpräses unterzeichnete Urkunde beigefügt. Durch die Kolpingsfamilie wird den Diözesanverbänden ein Urkundentext zur Verfügung gestellt.&quot;</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da es sich um das &quot;Ehrenzeichen der Kolpingsfamilien&quot; für &quot;Verdienste oder Engagement&quot; &quot;auf örtlicher Ebene&quot; handelt, sollten auch die Leitung der Kolpingsfamilie die Urkunde unterzeichnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die gesamte Ehrenordnung muss entsprechend der Beschlüsse des Kolpingwerkes Deutschland zu einem späteren Zeitpunkt insgesamt gegendert werden. Der Änderungstext bleibt beim bisherigen Sprachstil.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 18 Oct 2024 16:17:57 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Satzungskommission als Antragskommission &quot;Satzungsänderung&quot; bei der Bundesversammlung 2025</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/satzungskommission-als-antragskommission-satzungsanderung-bei-der-bu-27100</link>
                        <author>Bundespräsidium des Kolpingwerkes Deutschland</author>
                        <guid>https://ag.kolping.digiv.de/bha/satzungskommission-als-antragskommission-satzungsanderung-bei-der-bu-27100</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss 2024 möge beschließen, die Mitglieder der Satzungskommission bei der Bundesversammlung 2025 als Antragskommission für den TOP Satzungsänderung einzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Mitglieder der Satzungskommission beraten seit mehreren Monaten intensiv die vorgeschlagenen Änderungen und haben dabei bereits verschiedene Szenarien diskutiert. Damit sind sie zur Bundesversammlung bereits tief eingearbeitet und können mögliche Änderungsanträge effizienter einordnen und dazu beraten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 18 Oct 2024 16:09:56 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Stark in stürmischen Zeiten - KOLPING ist ein starker katholischer Sozialverband und gibt der katholischen Kirche in Deutschland ein Gesicht</title>
                        <link>https://ag.kolping.digiv.de/bha/antrag-2-stark-in-sturmischen-zeiten-kolping-ist-ein-starker-kathol-16887</link>
                        <author>Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland</author>
                        <guid>https://ag.kolping.digiv.de/bha/antrag-2-stark-in-sturmischen-zeiten-kolping-ist-ein-starker-kathol-16887</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bundeshauptausschuss 2024 möge den Antrag „Stark in stürmischen Zeiten – KOLPING ist ein starker katholischer Sozialverband und gibt der katholischen Kirche in Deutschland ein Gesicht“ beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stark in stürmischen Zeiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>KOLPING ist</strong><strong> ein starker katholischer Sozialverband und gibt der katholischen Kirche in Deutschland ein Gesicht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir sehen die Zeichen der Zeit und haben einen realistischen Blick auf die Entwicklung der katholischen Kirche in Deutschland. Das Kolpingwerk Deutschland erfüllt viele gesellschaftliche Aufgaben und sieht den Glaubensvollzug und die religiöse Bildung weiterhin als ein zentrales Verbandselement. Im Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt nehmen wir wahr, dass wir Antworten finden müssen auf die wachsende Säkularisierung der Gesellschaft. Zukunftsfähigkeit im Blick zu behalten und den Verband auf allen Ebenen in seiner Vielfältigkeit zu erhalten, ist dabei oberste Maxime. Wir sind bewusst ein Teil der katholischen Kirche in Deutschland und nehmen unsere Verantwortung auch bei kirchenpolitischen Fragen wahr.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir leben in einer zunehmend säkularen Gesellschaft. Dies hat auf weltkirchlicher Ebene Papst Franziskus wie folgt formuliert: <strong>„Wir erleben nicht eine Ära des Wandels, sondern einen Wandel der Ära.“</strong> Der Trend der Säkularisierung ist Realität und muss ernst genommen werden. Dies geht damit einher, dass die konfessionelle Bindung in Deutschland stark rückläufig ist. Dies schlägt sich auch in den Mitgliedszahlen der katholischen Verbände nieder, die in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 20-50 % je nach Verband gesunken sind. Das Kolpingwerk Deutschland ist immer noch einer der mitgliederstärksten katholischen Verbände in Deutschland. Wie stark sich die Säkularisierung auf die christlichen Kirchen auswirkt und welche besondere Bedeutung die Verbände für die kirchliche Bildung ihrer Mitglieder hat, wird in der aktuellen Kirchenmitgliedschaftsstudie deutlich.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir handeln und haben dabei die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit im Blick</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Sozialverband setzen wir uns vor allen für diejenigen ein, die unserer Unterstützung bedürfen. Dies wird in unserem vielfältigen Engagement sowohl in unseren Kolpingsfamilien und auf allen Ebenen unserer verbandlichen Gliederungen als auch in der Jugendberufshilfe und -sozialarbeit deutlich, die unsere Einrichtungen und Unternehmen leisten. Außerdem sind wir spirituelle Gemeinschaft und kirchenpolitische Heimat für all jene, die sich mit der Botschaft Jesu Christi verbunden fühlen. Wir haben aber auch zugleich diejenigen im Blick, die eine große Sehnsucht nach innerkirchlichen Reformen verspüren. Innerhalb unseres Verbandes sollen sich sowohl „Traditionalist*innen“ als auch „Reformer*innen“ beheimatet fühlen. Die große kirchenpolitische Bandbreite sehen wir als Chance und nicht als Manko. Wie wichtig uns das Zusammenspiel zwischen gesellschaftlichem Engagement und Glaubensbildung ist, wird für uns im Satz 8 des Leitbildes deutlich:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>„</em></strong><em>Der Glaube an Jesus Christus und seine frohe Botschaft bewegt uns. Auf dieser Basis entwickeln wir die Grundhaltungen für unser persönliches Leben und unser gemeinschaftliches Wirken. Kolping ist ein Glaubensort und bietet suchenden und fragenden Menschen eine religiöse Heimat. Zum christlichen Glauben gehören untrennbar soziales und gesellschaftspolitisches Engagement.“</em> </p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fördern das Bewusstsein für die Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und Solidarität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das bedeutet für uns, sozial- und gesellschaftspolitisch am „Puls der Zeit” zu sein. Wir versuchen Menschen in unserer säkularen Gesellschaft für unsere Werte zu begeistern. Dies gelingt uns durch unsere Projekte wie das Kolping Netzwerk für Geflüchtete oder das Klimamobil der Kolpingjugend, aber auch über unsere bundesweiten Einrichtungen und Unternehmen. Wir unterstützen Ehrenamtliche durch lebensbegleitende Bildung, sich einzubringen, sei es in der sozialen Selbstverwaltung, in innerverbandlichen Gremien und im Kontakt zu vielen Netzwerkpartner*innen. In unseren Kolpingsfamilien erleben Menschen Gemeinschaft und Nähe, die sie in den großen Pastoralräumen nicht mehr finden. KOLPING ist Heimat für Viele und kümmert sich um die „Nöte der Zeit“. Das Kolpingwerk Deutschland ist mit der Arbeit in seinen verschiedensten Handlungsfeldern breit aufgestellt. Dies hat eine lange verbandliche Tradition und zeigt, dass wir in den vergangenen Jahrzehnten immer schon am Puls der Zeit agiert haben. Besonders hervorzuheben ist unser Einsatz für die Arbeiter*innenrechte und das Handwerk. Ganz in der Tradition des Verbandsgründers engagieren wir uns heute in der sozialen Selbstverwaltung und sind in den Handwerkskammern aktiv. Was früher die Gesellenwohnheime waren, sind für uns heute die Einrichtungen des Azubi- und Jugendwohnens. Hier geben wir den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine „Heimat auf Zeit” und bieten eine sozialpädagogische Unterstützung an, um die Bewohner*innen in ihrer Verselbstständigung zu fördern. Gleiches gilt für die Berufsbildungswerke. Hier fördern wir Jugendliche und junge Erwachsene mit Förderbedarfen in ihrer beruflichen Entwicklung und auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. In unserem Engagement in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) bringen wir uns mit einer klaren christlichen Grundhaltung bei den Sozialversicherungen und Rentenversicherungsträgern ein. Wir haben dabei aber nicht nur Deutschland im Blick, sondern engagieren uns gemeinsam mit KOLPING INTERNTIONAL in der Einen Welt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>All diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass Kolping nicht nur eine wichtige sozialpolitische Größe in der Bundesrepublik darstellt und nicht ausschließlich auf die eigenen Verbandsmitglieder schaut, sondern ein solidarisches Gesellschaftsmodell und eine moderne soziale Marktwirtschaft fördern möchte – gestern, heute und in Zukunft (vertiefende Ausführungen zum sozialpolitischen Wirken des Verbandes finden sich in der Anlage 2).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als KOLPING sind ein ernst zu nehmender Netzwerkpartner, weil wir Kooperationen und Arbeitsgremien mit anderen Verbänden und kirchlichen Gruppierungen, aber auch mit gesellschaftlichen und politischen Akteur*innen aufgebaut haben und diese pflegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unsere verbandliche Spiritualität fußt auf den Prinzipien der katholischen Soziallehre </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>All unser Engagement fußt dabei auf christlichen Werten und christlichem Handeln. Dabei sind die drei Grundprinzipien der katholischen Soziallehre Personalität, Solidarität und Subsidiarität „Eckpfeiler des Handelns” unseres Verbandes. Wir machen unseren Mitgliedern durch die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden ein personales Angebot, was Orientierung ermöglicht. Solidarisches Handeln, gerade für Menschen in Nöten, ist seit unserer Verbandsgründung vor fast 175 Jahren ein wesentlicher Punkt unseres Handelns. Dies wird in Satz 10 unseres Leitbildes einmal mehr deutlich. Dort heißt es:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>„In der Nachfolge Jesu Christi interessieren wir uns für die Lebensgeschichten der Menschen. In den konkreten Begegnungen des Alltags, besonders mit Menschen in sozialen Nöten, entdecken wir unsere Aufgaben immer wieder neu.“</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir bieten auch an all den Stellen Unterstützung, wo Staat und Kirche nicht oder nicht hinreichend aktiv werden können, und setzen dabei unsere vielfältigen Kompetenzen ein. Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips versuchen wir mit unseren Unterstützungsangeboten im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe, die Menschen zu befähigen, ihre Sorgen, Nöte und Handicaps eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns den Herausforderungen des Wandels, indem wir unser verbandliches Handeln immer wieder hinterfragen und auf innerkirchliche und gesellschaftliche Veränderungen reagieren, ohne beliebig zu werden. Dies zeugt von Innovations- und Reflexionsfähigkeit und zeigt, dass wir Teil einer Kirche sind, die sich um die Menschen sorgt, einer Kirche, die „Lust auf Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben“ macht, die neue Formen der Glaubensvermittlung und -weitergabe ausprobiert und „nah bei den Menschen“ ist. Als religiös geprägte Menschen haben wir alle eigene Charismen, die es einzubringen gilt. Spirituelles Handeln im Verband ist deswegen auf mehrere Schultern verteilt. Geweihte und Laien übernehmen Verantwortung, dies entspricht auch der Pastoralkonstitution „Lumen Gentium“ (LG 32), die betont: <em>„Wenn auch einige nach Gottes Willen als Lehrer, Ausspender der Geheimnisse und Hirten für die anderen bestellt sind, so waltet doch unter allen eine wahre Gleichheit in der allen Gläubigen gemeinsamen Würde und Tätigkeit zum Aufbau des Leibes Christi...“</em>. Unser Spiritualitätsverständnis ist von Freude und Bestärkung geprägt. Wir wollen lebensfroh den „Glauben in die Welt” tragen. Als Gemeinschaft von Gläubigen heißt dies auch, ganz individuell unsere Kolpinggeschwister zu motivieren, aber ihnen auch in schweren Momenten beizustehen. Es bedeutet auch zu motivieren, selbst in der Glaubensbildung Verantwortung zu übernehmen und spirituelle Impulse zu setzen. Die Gemeinschaft im Glauben kann durch viele Formen sichtbar werden, sei es im religiösen Vortrag, in der gemeinsamen Wort-Gottes-Feier, durch Bibelgespräche und weitere Formen. Wichtig ist hier, dass mehr als oftmals im Gemeindeleben das „Miteinander”, das gemeinsame „Feiern des Lebens und Wirkens Jesu Christi” im Vordergrund stehen. Schon unser Verbandsgründer Adolph Kolping hatte die Metapher von „Gott als Gärtner” im Blick, der beim Wachsen und Reifen helfe, als „Kümmerer” und „Befähiger”.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>KOLPING – ein starker katholischer Sozialverband </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Katholische Verbandsarbeit, wie sie bei KOLPING gelebt wird, ist ein wesentlicher Teil von katholischer Kirche in Deutschland und unverzichtbar. Verbände wie KOLPING tun den Menschen gut. Sie „schenken der Welt ein menschliches Gesicht” (Kolpingmusical) und machen dadurch Gottes Liebe für Menschen erfahrbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Demokratie und ein partizipatives Miteinander von Laien und Klerikern, von Ehren- und Hauptamtlichen ist gelebte Selbstverständlichkeit bei KOLPING. Das gemeinsame Ringen um Lösungen, das Schließen von Kompromissen und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Missständen macht uns als Verband aus. Das Engagement bei KOLPING ist somit ein wichtiger Lernort für Demokratie. KOLPING möchte einen Gegenpol zur zunehmenden Polarisierungstendenz innerhalb der Gesellschaft setzen. Antidemokratische Entwicklungen sehen wir mit Sorge. Extremistische, menschenverachtende und -ausgrenzende politische Auffassungen haben in unserem Verband keinen Platz. Dass wir uns generationenübergreifend gesellschaftlichen und auch kirchenpolitischen Fragen nähern, mit durchaus unterschiedlichen Sichtweisen, macht uns aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vielfältiges Engagement in Kirche und Gesellschaft braucht mehr als ideelle Anerkennung, sondern langfristige finanzielle Absicherung </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Veränderte Pastoralstrukturen haben einen großen Einfluss auf die Arbeit der katholischen Verbände vor Ort, da die Kolpingsfamilien oftmals eine enge Anbindung an die Pfarrgemeinden haben. KOLPING ist eine tragende Säule des kirchlichen Lebens und unverzichtbarer Teil der katholischen Verbandslandschaft. Um langfristig gute Arbeit leisten zu können, braucht es solide Strukturen in den Diözesen und auf Bundesebene. Nur so kann die Vernetzung innerhalb des Verbandes professionell begleitet, die Verbandsentwicklung vorangetrieben und das Themen- und Aufgabenspektrum beibehalten und erweitert sowie Innovationen vorangetrieben werden. Ehrenamtlichkeit muss durch Hauptamtlichkeit untermauert werden. Dazu braucht es auch eine nachhaltige Absicherung der finanziellen Ressourcen. Im Zuge enger werdender finanzieller Mittel auch beim Verband der deutschen Diözesen (VDD) darf hier nicht zu Lasten der Verbände gespart werden. Der Bundesvorstand setzt sich daher in Gesprächen mit den kirchlichen Verantwortlichen für die Erhaltung des Status Quo – nicht nur auf Bundesebene – ein. Ferner gilt es, die katholischen Verbände stärker als bisher in die Diskussion um veränderte Pastoralstrukturen in den (Erz-)Bistümern einzubinden und sie als wichtige Partner in den diversen diözesanen Prozessen anzusehen. Auch bei knapper werdenden Haushaltslagen in den (Erz-)Bistümern gilt es, nicht zu Lasten der katholischen Verbände zu kürzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ohne uns wird es in der Gesellschaft kälter!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Hinweis: Zu diesem Antrag gibt es eine Anlage. Diese ist <a href="https://kolping.digiv.de/wp-content/uploads/BHA-2024.008_TOP-12.2_Antrag-2_Stark-in-stuermischen-Zeiten_nur-Anlage.pdf">hier</a> abrufbar. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> KMU-Studie 2023: <a href="https://kmu.ekd.de/">https://kmu.ekd.de/</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unser Verband steht auf einem starken Fundament und ist engagiert in verschiedensten Handlungsfeldern, wir sind eine starke Stütze innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Dieses Papier soll einmal mehr verdeutlichen, für welche Spiritualität wir stehen, warum ohne unser Handeln in Gesellschaft und Kirche etwas fehlen würde und welche Rahmenbedingungen hierfür unerlässlich sind. Es soll einmal mehr die Besonderheit und Wichtigkeit unseres Verbandes innerhalb der katholischen Verbandslandschaft hervorgehoben werden. Katholische Verbände bieten einen wichtigen Kontrapunkt und sind ein konstruktives Element innerhalb der multiplen Kirchenkrisen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 18 Oct 2024 15:53:00 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>